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Univ.-Prof. Dr. Christian Grefkes

Universitätsprofessor, Oberarzt, Gruppenleiter

Forschungsschwerpunkte 

Die Forschungsaktivitäten der Arbeitsgruppe Grefkes umfassen Fragestellungen zur neuronalen Plastizität und Reorganisation des Gehirns.  

1. Organisation des sensomotorischen Systems bei Gesunden und neurologischen Patienten
Zum einen untersuchen wir, wie das motorische System des Menschen aufgebaut ist und welche Rolle einzelne Regionen für die Planung und Durchführung von Bewegungen besitzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erweiterung unseres Verständnisses über die Auswirkungen eines Schlaganfalls auf die motorischen und sensorischen Funktionen des menschlichen Gehirns. Auch neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson werden in unserer Arbeitsgruppe erforscht.

2. Vorhersage von Krankheitsverläufen und Therapie-Response 
Ein wichtiger Schwerpunkt unserer aktuellen Forschungsprojekte liegt in der Identifizierung von Biomarkern, welche vorhersagen können, wie hoch das Erholungspotenzial eines Patienten ist und welches Therapieverfahren hierfür die besten Chancen bietet. Ziel ist es, neue diagnostische Verfahren zu entwickeln, welche auch im klinischen Alltag eingesetzt werden können.

3. Nicht-invasive Neuromodulation kortikaler Netzwerke mittels Magnetstimulation oder Neuropharmakologie 
Des Weiteren fokussieren wir unsere Forschung auf die Entwicklung neuer Strategien zum Wiedergewinn von Bewegungsfunktionen bei Patienten mit motorischen Störungen. Hierbei kommen neben neuropharmakologischen Stimulationsverfahren vor allem die transkranielle Magnetstimulation (TMS) zum Einsatz, um krankhaft veränderte Netzwerkstrukturen zu beeinflussen.

Methoden:
Die eingesetzten Methoden umfassen die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT),  die Elektroenzephalographie (EEG), die transkranielle Magnetstimulation (TMS) sowie Neuropharmakologie und Verhaltensexperimente. Zur Analyse verwenden wir auch multivariate Vorhersagemodelle wie Support-Vector-Machines (SVM) sowie systemtheoretische Verfahren wie Dynamic Causal Modelling (DCM). Die Forschungsarbeiten finden in enger Kooperation mit dem Institut für Medizin und Neurowissenschaften des Forschungszentrums Jülich statt.